Chasin‘ the Rubbush: Freiwilliges Reinemachen in Fontainebleau startet in Runde 7

Mit dem Osterwochenende erlebt Fontainebleau beinahe schon traditionell einen massiven Besucheransturm. Rund 10.000 Kletterer und Wanderer strömen in diesen Tagen in den Wald südlich von Paris, um die zahllosen Boulder zu beackern oder einfach nur die Natur zu genießen. An dieser geht das Treiben leider nicht immer spurlos vorbei, weshalb Black Diamond seit mittlerweile sieben Jahren Clean-up-days veranstaltet.

Wer andere massiv frequentierte Klettergebiete kennt, weiß, wie sauber es in Fontainebleau im Vergleich ist. Mit Chasin’ the Rubbish hat Black Diamond eine Aktion ins Leben gerufen, die einen Beitrag dazu leisten soll, dass es auch in Zukunft so bleibt. Ziel ist es, den Wald von angefallenem Müll zu befreien und gleichzeitig das Bewusstsein für richtiges und falsches Verhalten zu schärfen. Dabei werden die Kletterer und Wanderer aktiv eingebunden.

Im Laufe des Wochenendes verteilen Mitarbeiter und Black Diamond-Athleten Müllsäcke an Besucher verschiedener Sektoren, mit denen sie sich freiwillig am Waldputz beteiligen können. Die vollen Säcke nimmt das Team am Ende des Tages wieder entgegen. Mit dabei sind auch international bekannte Kletterer wie Nalle Hukkataival und Bleau-Urgestein Jacky Godoffe. Zusätzlich steht Aufklärungsarbeit an. Obwohl das Klettern in Fontainebleau mehr als ein Jahrhundert Tradition hat, kann es nicht einfach als gegeben genommen werden. Selbst in Fontainbleau sind Gebietssperrungen denkbar, wenn die Belastung für die Umwelt zu hoch wird. Gleichzeitig sollen die Regeln den Fels selbst erhalten, damit die Boulder auch in den kommenden Jahren noch eine Reise wert sind.

Viele der bei Chasin’ the Rubbish verbreiten Regeln sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und gelten deshalb nicht nur für Bleau:

  • sparsamer Umgang mit Chalk
  • Tickmarks vermeiden oder selbst wieder entfernen
  • auf vorgegebenen Wegen bleiben, um Erosion vorzubeugen
  • Exkremente vergraben
  • Müll – auch Toilettenpapier – wieder mitnehmen
  • kein Lagerfeuer entzünden
  • nicht campen – außer auf dafür ausgelegten Camping- und Biwakplätzen
  • Kletterschuhe vom Sand befreien, um Griffe und Tritte zu schonen

Wer an Ostern in Bleau ist und sich an der Aktion beteiligen will, trifft die Black Diamond-Crew am 30. März in Franchard Isatis, am 31. März in Bas Cuvier, am 1. April in Roche aux Sabots und einen Tag später in Elephant. Das ist natürlich auch eine Chance, einmal mit Menschen ins Gespräch zu kommen, denen man sonst nur in Videos zusehen kann.