Boulder-Bundesliga startet die Anmeldung und gibt Ablauf bekannt

Boulder-Bundesliga LogoDieser Tage ist der Startschuss für die Boulder-Bundesliga gefallen. Zwar kann noch nicht gebouldert werden, – das wird erst ab Ende Januar möglich sein -, wer am Wettbewerb teilnehmen möchte, kann sich aber ab sofort dafür anmelden. Auch alle wichtigen Details zu den Kosten, dem Ablauf und der Wertung hat man mittlerweile bekannt gegeben.

Teilnahme 2016 ohne Startgebühr

Hier gibt es gleich die erste gute Nachricht: Hatte die von den Machern gestartete Umfrage noch die Möglichkeit offen gelassen, dass Teilnehmer ein Startgeld bezahlen, ist dieses für die kommende Saison gestrichen. Abgesehen von den Fahrtkosten und dem Eintritt für die teilnehmenden Hallen muss man also keine weiteren Ausgaben stemmen.

Klar ist mittlerweile auch, dass es sich bei der Boulder-Bundesliga nicht um eine Serie von Cups handelt, wie man es beispielsweise vom Ostbloc-Cup oder den Soulmoves kennt. Vielmehr werden im Rahmen der Liga Wochenwettkämpfe abgehalten, die über anderthalb Monate laufen und die Teilnehmer vor die Herausforderung stellen, in dieser Zeit 15 Boulder zu lösen, die für ihre Liga (Männer, Frauen – Profi, Amateur) gewertet werden. Wer nicht auf Anhieb alle Boulder knackt, hat so die Möglichkeit, es über den Zeitraum von sechs Wochen beliebig oft weiter zu versuchen.

Wertungssystem berücksichtigt Schwierigkeit, Flashs und Tops und kennt Bonus-Griffe

Nichtsdestotrotz sind Flash-Begehungen immer noch das Optimum, da diese die meisten Punkte bringen. Für die Wertung haben die Boulder-Bundesliga-Macher ein System entwickelt, das über eine Basispunktzahl und einen von der Zahl der Begehungen bestimmten Multiplikator sowohl die Schwierigkeit als auch die benötigten Versuche berücksichtigt. Flasht man ein Problem, gibt es 1,2, für einen Top 1.0 Basispunkte, die anschließend mit dem Multiplikator verrechnet werden. Dieser fällt umso höher aus, je weniger Teilnehmer den Boulder geschafft haben, bezieht aber auch die Zahl der Flashs, Tops und erreichten Bonus-Griffe ein. Selbst nicht geschaffte Boulder sind deshalb keine verschwendete Energie. Reicht es bis zum Bonus-Griff, wird das mit 0,3 Basispunkten honoriert. Die Berechnung der Punkte übernimmt eine Online-Software, in die man seine Ergebnisse auf der Webseite der Liga eingibt. Dort findet sich auch die Anmeldung.

Der Terminplan verspricht ganzjähriges Wettkampf-Feeling.
Der Terminplan verspricht ganzjähriges Wettkampf-Feeling.

Auch über die Fahrtwege hat sich das Organisationsteam Gedanken gemacht. Weil die teilnehmenden Hallen quer in der Republik verteilt sind und man die Starter nicht unnötig oft Kilometer schrubben lassen möchte, überschneiden sich die Termine benachbarter Hallen jeweils um zwei Wochen. Das erlaubt es, auf einer Tour gleich zwei Stationen zu besuchen. Außerdem dürfen alle Teilnehmer eine der insgesamt elf Stationen aus der Wertung streichen. Wer aus Hamburg kommt, muss also nicht zwingend bis nach Augsburg fahren, um den bestmöglichen Platz zu ergattern.

Erste Erfahrungen aus Thüringen sind positiv

Dass das System grundsätzlich gut funktioniert, kann die Thüringer Boulder-Community bestätigen. Hier finden derzeit in vier Hallen die Thüringer Boulder-Sessions statt, die als Testlauf für die Bundesliga dienen und nach dem gleichen Modus abgehalten werden. Eines hat sich dabei schon gezeigt: Wer dem Trubel normaler Wettkämpfe wenig abgewinnen kann und trotzdem gern in einer anderen Halle unterwegs ist, macht mit einer Teilnahme alles richtig. Die Hallen sind nicht wesentlich voller als im Regelbetrieb, sodass man ganz in Ruhe an den Boulderproblemen tüfteln kann.

Bildquellen: https://boulder-bundesliga.de