Zeitdruck: Auch kurze Klettersessions lohnen sich

Wenn der Tag ohnehin schon lang war oder später noch ein Termin wartet, kann es schwierig sein, sich zum Training zu motivieren. Schließlich lohnt es sich ja nicht, für anderthalb Stunden in die Halle zu fahren. Kaum bist du richtig warm, musst du auch schon wieder los. In der Zeit klappt vermutlich nicht mal das Projekt vom letzten Besuch. Da kann man es auch lassen. So oder so ähnlich klingen die Argumente, die dafür sorgen, dass das Training an vollen Tagen auf der Strecke bleibt. Und während es vielleicht stimmt, dass zu wenig Zeit bleibt, das aktuelle Projekt zu knacken, muss eine kurze Session nicht umsonst sein muss. Auch eine oder anderthalb Stunden lange Einheiten können ein produktives Training sein, wenn du es richtig angehst. Zeitdruck: Auch kurze Klettersessions lohnen sich weiterlesen

Technik statt Kraft: Wie du sofort besser an Leisten kletterst

Bei Leisten ist es eigentlich wie bei jeder anderen Griffform: Die einen lieben, die anderen hassen sie. Manche Kletterer stehen einfach darauf, sich an schmalen Kanten die Wand hochzukratzen, während andere schon beim Anblick Schmerzen in den Fingern spüren. Bei Leisten kommt es allerdings nicht nur darauf an, robuste Finger und genügend Kraft zu haben. Du musst sie auch richtig zu nutzen wissen, andernfalls kannst du dir das Leben unnötig schwer machen. Technik statt Kraft: Wie du sofort besser an Leisten kletterst weiterlesen

Erfolg ohne Effekt: Wie mein Training meine Leistung am Fels ruiniert hat

Wie kann das eigentlich sein? Man ist so fit wie noch nie, aber wenn es darauf ankommt, kann man nicht liefern. Eine mögliche Antwort wäre, dass man sich selbst zu viel Druck macht und deshalb das eigene Können nicht abrufen kann. Dieses Phänomen ist bekannt. Leistungssportler beispielsweise, die im Wettkampf mit hohen Erwartungen und gleichzeitig hoher Unsicherheit konfrontiert sind, üben Mentaltechniken, um in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. So gut diese Erklärung in vielen Fällen sein mag, mein jüngster Trip nach Fontainebleau hat mir gezeigt, dass sie manchmal trotzdem falsch ist. Obwohl ich zum Zeitpunkt der Reise in absoluter Bestform war, konnte ich in Bleau nicht einmal im Ansatz an alte Bestmarken anknüpfen. Druck hatte ich keinen. Vielmehr waren es gute Ergebnisse im Training, die mich in eine Sackgasse geführt haben. Denn sie haben mich einen Fehler machen lassen, der sich vor allem dann einschleicht, wenn es gerade richtig gut zu laufen scheint. Erfolg ohne Effekt: Wie mein Training meine Leistung am Fels ruiniert hat weiterlesen

9 Einsteigerfehler beim Bouldern, die nicht nur Einsteiger machen

Die Regeln beim Bouldern sind eigentlich ganz einfach. Wenn ich die Wand hochklettere und nur Griffe und Tritte einer Farbe nehme, ist alles okay, oder? Ganz so einfach ist es leider doch nicht. Zwar bekommt man es beim ersten Besuch einer Halle so oder so ähnlich erklärt und in Kurzform stimmt es auch. Es gibt aber noch eine Reihe von weiteren Spielregeln. Manche davon sind selbst Kletterern nicht bewusst, die schon etwas länger dabei sind. 9 Einsteigerfehler beim Bouldern, die nicht nur Einsteiger machen weiterlesen

Warum eigentlich 6A? Die Geschichte der Bouldergrade

Schwierigkeitsgrade sind aus der Boulderwelt kaum wegzudenken. Ob in der Halle oder am Fels. Die Bewertung einer Route ist Quelle für Stolz und Frust, Ausgangspunkt erhitzter Diskussionen und manchmal auch die wichtigste Motivation, um einem Problem überhaupt eine Chance zu geben. Aber wo kommt das eigentlich her? Wer ist auf die Idee gekommen, einer Linie am Fels eine Nummer zu verpassen. Und warum? Es wird mal wieder Zeit für ein kleines Bisschen Klettergeschichte. Warum eigentlich 6A? Die Geschichte der Bouldergrade weiterlesen

Schulter-Stabi fürs Bouldern: Mit diesen Übungen bekommst du deine Schultern fit

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers. Der hohe Bewegungsradius ist praktisch, wird aber mit geringerer Stabilität erkauft. Anders als beispielsweise der Oberschenkelknochen in der Hüfte, der in einer knöchernen Pfanne festen Halt findet, fixieren Knorpel, Sehnen und Muskeln den Oberarmkopf in seiner Position. Das macht das Gelenk anfälliger. Gegenhalten kannst du, indem du die Muskulatur der Schulter stärkst. Und das solltest du auch tun, denn gerade beim Bouldern muss die Schulter viel aushalten können. Zuletzt tauchte in den Youtube-Kommentaren häufiger die Frage auf, wie ich meine Schultern fit halte. Deshalb stelle ich dir heute meine Übungsauswahl vor und erkläre, nach welcher einfachen Regel du dir selbst ein Programm zusammenstellen kannst. Schulter-Stabi fürs Bouldern: Mit diesen Übungen bekommst du deine Schultern fit weiterlesen

Gut vorbereitet an den Fels: Das musst du dabei haben

Nach einem langen und recht verregneten Winter treibt es uns in den ersten Frühlingstagen nach draußen. Für viele werden die Terrassen von Cafés und Wiesen der „place to be“, Kletterer zieht es aber noch weiter in die Natur. Abgesehen von einigen unverwüstlichen Outdoor-Enthusiasten, die sich auch von kalten Temperaturen nicht abhalten lassen, dürften die meisten von uns ihren Trainingswinter in der Halle verbracht haben. Bei wärmerem und trockenerem Wetter lockt der Fels wieder stärker. Ärgerlich wird es allerdings, wenn man nach Fahrt und Zustieg feststellt, dass im Kletterrucksack etwas fehlt. Hier ist deshalb meine Liste an Dingen, die unbedingt mit an den Fels müssen. Und warum. Gut vorbereitet an den Fels: Das musst du dabei haben weiterlesen

Als Klettereinsteiger am Griffbrett: So startest du ins Fingerkrafttraining

Die Finger am Griffbrett zu trainieren, kann auch für Klettereinsteiger sinnvoll sein – auch wenn häufig empfohlen wird, wenigstens ein bis zwei Jahre Klettererfahrung zu sammeln, bevor man das Hangboarden ins Training einbaut. Trotzdem kann ein früher Start im Einzelfall Vorteile bringen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Das war bereits Thema eines früheren Artikels. Nun soll es darum gehen, wie der Einstieg ins Hangboarden für weniger erfahrene Kletterer konkret aussehen kann. Als Klettereinsteiger am Griffbrett: So startest du ins Fingerkrafttraining weiterlesen

Fingertraining als Klettereinsteiger: Sinnvoll oder gefährlich?

Wie man es dreht und wendet: An einem Thema kommt man als Kletterer früher oder später nicht mehr vorbei. Dann steht die Frage im Raum, ob man genügend Fingerkraft hat, um noch in höhere Grade vorzudringen. Sollte sie tatsächlich hinterherhängen, folgt darauf natürlich die Frage, wie man die Kraft steigern kann. Und ab wann das wirklich sinnvoll und sicher ist. Die Frage nach dem Wie lässt sich leicht beantworten. Als Goldstandard des Fingertrainings hat sich in den letzten Jahrzehnten das Griffbrett – auch als Hangboard bekannt – etabliert. Das Wann ist dagegen etwas komplexer. Denn auch wenn häufig für einen späten Start plädiert wird, gibt es gute Gründe, früh mit dem Hangboarden zu beginnen. Damit das sicher möglich ist, müssen allerdings ein paar Bedingungen erfüllt sein. Fingertraining als Klettereinsteiger: Sinnvoll oder gefährlich? weiterlesen

Verschneidungen: Die richtige Technik und was du unbedingt vermeiden solltest

Beim Klettern kennen wir verschiedene Wandtypen, die einen typischen Stil erfordern. So kommt es beispielsweise auf der Platte eher auf gute Balance und saubere Fußarbeit an, während im Überhang eine hohe Körperspannung und starke Arme von Vorteil sein können. Das muss zwar nicht auf jede Route zutreffen, trotzdem ist es häufig der Fall. Gleiches gilt für das Klettern in Verschneidungen. Auch wenn es nicht sofort offensichtlich ist, werden hier immer wieder ähnliche Bewegungen und Techniken abgefragt. Kennst und beherrscht du sie, werden Verschneidungen dir keine großen Probleme bereiten. Ist das nicht der Fall, können Verschneidungen eine Frustrationsquelle sein, weil selbst objektiv einfache Routen zum Krampf werden. Denn die Kletterei hier unterscheidet sich in einigen Punkten von dem, was man ansonsten an vertikalen Wänden findet. Verschneidungen: Die richtige Technik und was du unbedingt vermeiden solltest weiterlesen