La Sportiva Legends Only 2015: 5 Frauen, 5 Boulder und eine überraschende Siegerin

La Sportiva Legends Only 2015Vergangenes Wochenende fand in Schweden ein außergewöhnlicher Wettkampf statt: La Sportiva hatte gemeinsam mit dem in Stockholm beheimateten Klättercentret zu den La Sportiva Legends Only 2015 geladen. Dabei handelt es sich um einen Wettkampf mit einem vorausgewählten Starterfeld. Anders als beim Vorjahresevent, bei dem nur Männer antreten durften, hatte man sich dieses Mal auf die Weltspitze der Damen beschränkt. Sogar Juliane Wurm konnte man davon überzeugen können, noch einmal einen Wettkampf zu bestreiten.

Neben Jule, die im Sommer ihren Abschied aus dem Wettkampfgeschehen verkündete, waren auch Anna Stöhr, Shauna Coxsey und Melissa Le Nevé angereist. Außerdem durfte das Publikum mit der 16-Jährigen Slowenin Janja Garnbret ein zumindest im Bouldern noch recht unbekanntes Gesicht begrüßen. Wer sich auch fürs Sportklettern interessiert und den diesjährigen Weltcup verfolgt hatte, dürfte dagegen schon gewusst haben, was für eine beeindruckende Nachwuchsathletin La Sportiva da eingeladen hat. Spätestens am Ende des Wettkampfs wird es aber auch jedem anderen klar gewesen sein.

Neben der Qualifikationsphase, die quasi daraus bestand, in die Boulder-Elite zu klettern, gestaltete sich auch der Ablauf des Wettkampfs selbst ein wenig anders, als man es gewohnt ist. Da die Finalistinnen von vornherein feststanden und ein hohes Kletterniveau zu erwarten war, ließen die Verantwortlichen fünf besonders harte Boulder in die Wand schrauben.

Genau genommen sollten die Probleme so schwer sein, dass sie bei einem Weltcup wohl nicht machbar gewesen wären. Deshalb wurde den Starterinnen auch zwei Tage vor der eigentlichen Veranstaltung die Gelegenheit gegeben, die Probleme Probe zu klettern. Im Wettkampf selbst durften sie dann nur noch drei Versuche investieren. Das war allerdings kein Garant dafür, dass am Ende alle Athletinnen alle Boulder lösen konnten. Im Gegenteil!

Wie die La Sportiva Legends Only 2015 ausgegangen sind, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten und auf das oben eingebundene Video verweisen. Losgeklettert wird etwa ab Minute 26. Eines sei aber gesagt – das Ergebnis dürfte tatsächlich einige überrascht haben. Möglicherweise sogar die Teilnehmerinnen selbst.